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Ruhegehälter

Ruhegehälter steigen um 1,9 %

By 15. Dezember 2021Januar 4th, 2022No Comments

Die Ruhegehälter und Berichtigungskoeffizienten werden rückwirkend zum 1. Juli 2021 angepaßt.

Gemäß den Bestimmungen des Statuts in seiner seit Oktober 2013 gültigen Fassung beträgt die Aktualisierung der Dienst- und Versorgungsbezüge für 2021 +1,9 %.
Gemäß der Methode für die jährliche Aktualisierung auf statistischer Grundlage und den geltenden Regeln hat EUROSTAT festgestellt, dass die Kaufkraft der nationalen Beamten im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 1. Juli 2021 im Durchschnitt um 0,2 % gesunken ist, während der durchschnittliche Anstieg der Inflation in Belgien und Luxemburg 2,1 % betrug. Beides zusammengenommen zeigt, dass eine Erhöhung um 1,9 % erforderlich ist, um die Dienst- und Versorgungsbezüge im Einklang mit der Entwicklung der Dienstbezüge der nationalen Beamten zu halten.
Es sei darauf hingewiesen, dass im vergangenen Jahr aufgrund der drastischen Verschlechterung der Wirtschaftslage die “Ausnahmeklausel” in den Vorschriften für die jährliche Aktualisierung zur Anwendung kam. Dies hatte zur Folge, dass der Teil der Methode, der die Bezüge der nationalen Beamten betrifft (+2,5 %), verschoben wurde, bis das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder das Niveau von 2019 erreicht hat. Da die jüngsten Prognosen für 2021 darauf hindeuten, dass sich das BIP noch nicht vollständig erholt hat, wird dieses Element weiter verschoben, bis das BIP der EU sein Vorkrisenniveau erreicht hat.
Die diesjährige Aktualisierung um 1,9 % wird ab der Zaahlung der Dezember-Bezüge angewandt, die den vollen Betrag eines etwaigen Rückstands seit dem 1. Juli 2021 enthält.

Nur für individuelle Pensionsansprüche, die vor dem 1. Mai 2004 erworben wurden, gilt:

Wie in jedem Jahr wird der Teil des Ruhegehalts, der den vor dem 1. Mai 2004 erworbenen Ansprüchen entspricht, auf der Grundlage eines Berichtigungskoeffizienten gewichtet, der die “Kaufkraftparitäten” widerspiegelt, um die gleiche Kaufkraft für Ruhegehälter sicherzustellen, die in Mitgliedstaaten gezahlt werden, in denen die Lebenshaltungskosten höher sind als in Belgien und Luxemburg. Der Berichtigungskoeffizient für die Versorgungsbezüge beträgt mindestens 100.
In fast allen betroffenen Staaten sind die Berichtigungskoeffizienten stabil geblieben oder gestiegen, was eine Vergrößerung des Unterschieds zwischen den höheren durchschnittlichen Lebenshaltungskosten der Pensionäre in den betroffenen Staaten im Vergleich zu Belgien und Luxemburg widerspiegelt.
Wechselkursänderungen der Landeswährung verursachen Pensionskürzungen für Pensionäre in der Tschechischen Republik und für Personen mit begrenzten Pensionsansprüchen aus der Zeit vor 2004 in Schweden und im Vereinigten Königreich.
Dies führt nach den einschlägigen Vorschriften zu einer Rückforderung der seit dem 1. Juli 2021 zu viel gezahlten Beträge von den betroffenen Pensionären.